Wenn Ihr Kind trauert ...

Wir bieten

Begleitung im letzten Lebensabschnitt, Trauerbegleitung für Erwachsene, Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, eine Ausbildung zum/r Hospizhelfer/in, einen offenen Treff für Trauernde und Literaturhinweise.


Begleitung im letzten Lebensabschnitt

Wir wollen schwerstkranken und sterbenden Menschen unterstützend zur Seite stehen und somit auch deren Angehörige und Freunde entlasten. Durch regelmäßige und verlässliche Besuche nach Vereinbarung wollen wir dem Sterbenden das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.
Wir sind für Sie da – zum Reden, zum Schweigen, zum Zuhören, zum Vorlesen…
Dadurch öffnet sich dem pflegenden Angehörigen ein Zeitfenster für sich selbst, in dem er für einen Moment Abstand gewinnen und die Kraftreserven neu aufladen kann. Durch spezielle Seminare und Fortbildungen haben wir uns auf diese Aufgabe vorbereitet.

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Trauerbegleitung Erwachsene

In der heutigen Zeit wird den Menschen kaum noch Zeit zum Trauern gegeben. Kurz nach der Beerdigung hat der Trauernde wieder zu funktionieren und zur normalen Tagesordnung überzugehen. Der Weg durch die Trauer bis zu einem neuen Gleichgewicht dauert aber bei den meisten Menschen zwischen drei und fünf Jahren.
In dieser Zeit der Trauer möchten wir begleitend und unterstützend zur Seite stehen. Dies kann in Gruppengesprächen im offenen Trauertreff erfolgen oder in individuell vereinbarten Einzelgesprächen.

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Trauerbegleitung Kinder und Jugendliche

Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, PDF 73KB

Flyer Trauergruppe Kinder und Jugendliche (PDF 1568 KB)

Bei einem Trauerfall in der Familie wird oft vergessen, dass auch Kinder trauern. Ebenso wie Erwachsene machen auch Kinder Erfahrungen mit Abschied, Sterben und Tod. Besonders nach dem Tod von Geschwistern werden Kinder in ihrer Trauer oft übersehen und verlieren außer dem Bruder oder der Schwester auch die Aufmerksamkeit der Eltern.
Mit extra auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittenen Trauergruppen wollen wir helfen. Unsere speziell dafür ausgebildeten Begleiter/innen bieten ihre Unterstützung auf dem Weg des Trauerprozesses an:

Stilla Gathof:
ktg-kontakt@hgm-ev.de

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Ausbildung

Durch die Ausbildung zum Hospizhelfer/in kann man nicht nur seinen Mitmenschen einen Dienst erweisen. Es bereichert auch das eigene Leben, indem man sich selbst besser kennen lernt und neue Horizonte entdeckt.
Nach einem individuellen Vorgespräch mit einem Psychotherapeuten wird die Ausbildung in Wochenendseminaren in kleinen Gruppen (max. 12 Teilnehmer) durchgeführt. Nach Beendigung der Ausbildung entscheiden Sie selbst, ob Sie als Hospizhelfer/in aktiv werden möchten.
Aufbauend auf die Seminare zum Hospizhelfer/in kann eine Ausbildung zum Trauerbegleiter/in erfolgen.
Die daraus gewonnenen Erfahrungen werden in regelmäßigen Fortbildungen weiter vertieft.

Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie Interesse an einer Ausbildung haben. Gerne informieren wir Sie auch über die damit verbundenen Kosten.

Hier finden sie Informationen zu unserer aktuellen Ausbildungsrunde.

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Offener Treff für Trauernde


Am 2. Freitag eines jeden Monats lädt die Hospizgemeinschaft Mühlheim e. V. zu einem “Offenen Treff für Trauernde” ein. Die Veranstaltung findet statt im

Treffpunkt, Marktstraße 44, 63165 Mühlheim
von 15:30 Uhr bis ca. 17:30 Uhr (zur Zeit ausgesetzt!)

Bedingt durch die derzeitige Lage durch die Coronavirusepidemie können sich Situationen jederzeit ändern und wir müssen entsprechend kurzfristig darauf reagieren.

Sie können jederzeit unsere Unterstützung auch außerhalb des offenen Trauertreffs anfragen! Natürlich berücksichtigen wir alle sicherheitsrelevanten Gegebenheiten damit Sie und unsere Aktiven bestmöglich geschützt sind!

Achtung: Zur Zeit findet kein offener Trauertreff statt! Über eine Wiedereröffnung informieren wir Sie an dieser Stelle.

Nehmen Sie bei Bedarf mit uns Kontakt auf. Wir informieren sie gerne über Angebote in benachbarten Vereinen. In den kommenden Monaten kann die Hospizgemeinschaft aus gesundheitlichen Einschränkungen im Team des Trauertreffs nur Einzelbegleitungen anbieten. (aktualisiert am 16.6.2020)

Der Treff ist für alle, die das Thema Trauer beschäftigt oder von einem Trauerfall betroffen sind.

Hier haben Sie die Möglichkeit sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und darum einander besser verstehen können, sowie Gespräche mit ausgebildeten Trauerbegleiterinnen zu führen.

Die Bereitschaft in der eigenen Familie, bei Freunden oder Nachbarn, immer wieder über den Verlust und die Verstorbenen zu reden, lässt nach einiger Zeit nach. Doch gerade diese Gespräche sind für Trauernde wichtig.

Der erlittene Verlust sollte betrauert werden können. Unterdrückte Trauer kann einen Menschen krank machen. Der Gedanke “Wenn meine Trauer Worte findet” kann für Trauernde der erste Schritt sein, aus der isolierenden Sprachlosigkeit heraus zu kommen.

Der offene Treff für Trauernde ist ein unverbindliches, regelmäßiges Angebot der HGM Mühlheim. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenlos. Spenden sind willkommen.

Soweit nicht anders angegeben ist, finden unsere Veranstaltungen im Treffpunkt in der Marktstraße 44, 63165 Mühlheim am Main statt.

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Literaturhinweise

Bücher können ein wertvoller Begleiter im Trauerprozess sein.
Hier finden Sie einige Empfehlungen:

Roland Kachler: “Damit aus meiner Trauer Liebe wird: Neue Wege in der Trauerarbeit”

Verlag: Kreuz Verlag; Auflage: 4 (18. September 2007)
ISBN-10: 3783129338
ISBN-13: 978-3783129335

Roland Kachler, Psychotherapeut, mit reicher Erfahrung in der Trauerbegleitung, hat nach dem Unfalltod seines Sohnes neue Wege in der Trauerarbeit entwickelt. Hier vertieft er seinen neuen, viel beachteten Ansatz im Verständnis der Trauer: Nicht das Loslassen, sondern die Liebe zum Verstorbenen steht im Zentrum des Trauerprozesses. Die Liebe ist das Ziel der Trauerarbeit. Sie führt durch den Trauerprozess und findet eine neue, innere Beziehung zum Verstorbenen. Nicht nur Betroffene und Hinterbliebene, sondern auch Trauerbegleiter erhalten eine Vielzahl konkreter Impulse für die wesentlichen Schritte auf dem Weg durch die Trauer hin zur Liebe und zu einer inneren, sicheren und freien Beziehung zum Verstorbenen.

Barbara D. Rosof: “Wenn ein Kind stirbt”

Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-13: 978-3442139538

Das mit großer Sachkenntnis und Einfühlung geschriebene Buch steht Eltern in schwerer Zeit zur Seite. Es durchbricht die Sprachlosigkeit, das Entsetzen und die Verzweiflung, die Eltern erfasst, deren Kind durch eine Krankheit, einen Unfall oder ein Verbrechen zu Tode gekommen ist.

Hannah Lothrop: “Gute Hoffnung – Jähes Ende”

Verlag: Kösel Verlag
ISBN 13 978-3466343898

Dieses Buch begleitet Eltern einfühlsam auf ihrem Weg durch die Trauer. Betroffene erfahren durch die persönlichen Aussagen anderer, dass sie mit ihren Gefühlen und Reaktionen nicht allein sind, aber auch, dass die Zeit des unsagbaren Schmerzes und der Untröstlichkeit zu überwinden ist.
Hannah Lothrop steht nicht nur bei Verlusten durch Tod eines Babys in der Schwangerschaft, um die Geburt und in der frühen Lebenszeit bei, sondern spricht auch tabuisierte Verluste an (z.B. Schwangerschaftsabbruch, Adoptionsfreigabe) oder die ganz besondere Situation allein stehender trauernder Mütter oder Eltern, die erfahren, dass ihr Kind sterben wird.

Daniela Tausch-Flammer/Lis Bickel: “Wenn Kinder nach dem Sterben fragen”

Verlag: Herder Verlag
ISBN-13: 978-351048841

Zwei erfahrene Autorinnen helfen einfühlsam, Tod und Sterben als natürlichen Teil des Lebens anzunehmen und zeigen, wie wir Kinder in ihrem Schmerz und ihrer Trauer behutsam begleiten können.

Britta Laubvogel und Jost Wetter-Parasie: “Wenn die Liebe Trauer trägt: Was beim Abschiednehmen von einem lieben Menschen hilft”

Verlag: Brunnen-Verlag, Gießen; Auflage: 2 (Februar 2013)
ISBN-10: 3765515116
ISBN-13: 978-3765515118

Was beim Abschiednehmen von einem lieben Menschen hilft. Britta Laubvogel, die ihren Mann 2006 mit gerade mal 50 Jahren durch Lungenkrebs verlor, erzählt ihre Geschichte. Und darüber, was ihr in der Zeit der Trauer um den geliebten Menschen geholfen hat. Jost Wetter-Parasie, Arzt, Psychotherapeut und Freund der Familie, kommentiert – als Freund und als professioneller Berater. Gemeinsam entstand ein tröstendes, ermutigend praktisches und sehr persönliches Buch für Frauen und Männer, die einen lieben Menschen verloren haben- und für alle, die sie auf diesem Weg begleiten.

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